S. Eustachio

Intervention im öffentlichen Raum, 2004, Roma

S. Eustachio ist das erste grosse Mosaikprojekt, das ich zusammen mit Jürg Schluep ausgeführt habe. Es befindet sich an der Fassade des Schweizerischen Instituts in Rom, ist 5m lang und 50cm hoch, stellt in der Achse ein Hirschgeweih dar und entwickelt sich von dort aus symmetrisch in Farbverläufen gegen den Rand. Das Mosaik wurde im Rahmen des Festivals MezzoCielo mit Hilfe eines Bergsteigers in Form einer Aktion an der Fassade der Villa permanent befestigt.

Die Idee dazu entstand am Strand von Ostia an einem sonnigen Frühlingsnachmittag, wenn der Strand noch menschenleer ist. Wir fingen an wie Kinder Muscheln und Steine zu sammeln, sie zu begutachten und zu sortieren. Dabei fiel uns auf, dass wir ausserordentlich viele Keramikscherben in den unterschiedlichsten Farben gefunden hatten. Aus der Auslegeordnung entstand die Idee für ein Mosaik.

Die Arbeit an der Fassade des Schweizerischen Instituts wurde ohne Bewilligung ausgeführt und kann somit als Graffiti gesehen werden. Allerdings ist es formal so stark integriert, dass bisher niemand auf den Gedanken gekommen ist, es entfernen zu lassen.